Ratgeber Velolicht: Worauf du achten solltest

Fahrrad-Sicherheitsbeleuchtung, Fahrradbeleuchtung, Fahrradbeleuchtung, Fahrradbeleuchtung, LED

Sehen und gesehen werden: Das ist der Zweck eines Fahrradlichts. Eine gute Beleuchtung erhöht deine Sicherheit gleich doppelt: Du erkennst Gefahren früher und die anderen Verkehrsteilnehmer sehen dich besser. Doch mit dem Fahrradlicht ist es so eine Sache. Es funktioniert immer dann nicht, wenn man es am dringendsten braucht. Ein paar Tipps für die Wahl des richtigen Fahrradlichts ersparen dir aber viel Ärger.

Welche Fahrradbeleuchtung schreibt das Schweizer Gesetz vor? 

In der Schweiz gibt es relativ klare Vorschriften zur Fahrradbeleuchtung. Der Frontscheinwerfer muss weiss sein, das Rücklicht rot. Beide Fahrradlichter dürfen nicht blinken und müssen aus 100 Metern Distanz sichtbar sein. Grundsätzlich erfüllt fast jedes Fahrradlicht im Handel die gesetzlichen Bestimmungen. Trotzdem gibt es für verschiedene Fahrradtypen und Bedürfnisse besser und weniger geeignete Lichter. 

Die Vor- und Nachteile eines Dynamo-Scheinwerfers

Die Vorteile eines fest montierten Dynamos gegenüber einer Akku-Lampe liegen auf der Hand: Der Dynamo-Scheinwerfer geht nicht vergessen. Akkus muss man zudem regelmässig aufladen. Bei Nässe oder Schnee verweigern jedoch herkömmliche Seitenläuferdynamos oft ihren Dienst. Das Reibrad dreht am Reifen einfach durch. Nabendynamos schaffen hier Abhilfe. In der Kombination mit LED-Lampen sorgen sie über tausende Kilometer zuverlässig für gute Sicht und Sichtbarkeit. Eine Nachrüstung ist relativ einfach und kann auch selbst gemacht werden. Wenn du täglich mit dem Fahrrad im Strassenverkehr unterwegs bist, empfiehlt sich dies auf jeden Fall. Du ersparst dir viel Ärger mit geklauten Batterie-Lampen oder streikenden Reifendynamos. 

Die Vor- und Nachteile eines Akku-Scheinwerfers? 

Ein zentraler Vorteil von Akku-Scheinwerfern ist das Gewicht. Ein Nabendynamo bringt rasch einmal ein halbes Kilogramm auf die Waage. Wenn du mit dem Velo Sport treiben willst, kommt für dich ein Dynamo darum wohl kaum in Frage. Akku-Lampen sind deutlich leichter. Dank LED-Technologie und Li-ion-Akkus leuchten diese heute relativ lange. 50 Stunden Dauerbetrieb oder mehr sind für ein helles LED-Rücklicht mittlerweile Standard. LED-Frontlichter müssen bei einem Durchschnittsmodell nach fünf Stunden neu aufgeladen werden. Batterien sind insbesondere im Frontscheinwerfer nicht zu empfehlen. Die Kosten für ein Akku-Licht sind rasch amortisiert. Viele lassen sich heute praktisch via USB laden.

 

Fahrradspeichen

Velolicht für Rennvelofahrer 

Bist du ein Rennvelofahrer und möchtest kein unnötiges Gramm an deinem Fahrrad haben? Dann kommt es für dich wohl nicht in Frage, eine fixe Halterung für das Velolicht anzubringen. Wir empfehlen dir ein Set mit Gummizug zu kaufen. Diese gibt es mit Batterie oder Akku. Sie können ohne weitere Ersatzteile an verschiedene Fahrräder montiert werden. Auch für Puristen ist ein solches Fahrradlicht die richtige Lösung. Das Fahrraddesign wird durch keinerlei Plastikteile beeinträchtigt. 

Velolicht für Mountainbiker 

Beim Mountainbike sollte das Licht sehr robust montiert sein. Zudem braucht dieses eine grosse Leuchtkraft, damit auch im Dunkeln Hindernisse früh erkannt werden. Die Preise für solche Frontscheinwerfer sind etwas höher. Auch helle Stirnlampen sind für Biker geeignet. Wichtig ist aber, dass du damit auf der Strasse die anderen Verkehrsteilnehmer nicht blendest. Moderne LED-Scheinwerfer haben eine enorm hohe Leuchtkraft. Achte darauf, dass die Lampe nach unten geneigt ist. Das Zentrum des Lichtkegels sollte ca. 10 Meter vor dem Velo auf die Strasse treffen.

Montain Biker, der nachts im Wald mit einem starken Fahrradlicht unterwegs ist.

360°-Sichtbarkeit 

Ein Velolicht sorgt zwar hinten und vorne für gute Sichtbarkeit. Wichtig ist aber auch, dass man dich von der Seite früh erkennt. Hier ist die Gefahr, dass dich ein Autofahrer übersieht, besonders hoch. Speichenreflektoren,reflektierende Kleber für die Felgen oder Reifen mit reflektierenden Elementen sorgen für Abhilfe. Auch ein Snappband am Bein erhöht deine Sichtbarkeit. Es bewegt sich beim Treten, was für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt. Gesetzlich vorgeschrieben sind zudem Reflektoren hinten und vorne. Wir wünschen dir viel Spass und eine sichere Fahrt durch die Nacht.

MADE VISIBLE by TCS Redaktionsteam

4 Kommentare


    • Hoi Simon

      Danke für deine spannende Anfrage. Tagfahrlichter können durchaus helfen, Unfälle zu vermeiden, wie diese Studie aus Dänemark zeigt. In der Schweiz sind sie noch selten zu sehen und deshalb gibt es auch keine Gesetze dazu. Ein Velolicht darf nicht blenden. Das steht so in der Verordnung des Bundes. Dabei hat aber wohl niemand an Tagfahrlichter gedacht. Gesunder Menschenverstand ist also angebracht. Wir sind gespannt auf deine Erfahrungen.

      Liebe Grüsse dein Team von MADE VISIBLE® by TCS

    • Guten Tag
      In der Schweiz gilt: Das obligatorische Vorderlicht (weiss) und das Rücklicht (rot) dürfen nicht blinken. Blinkende Lichter sorgen zwar für erhöhte Aufmerksamkeit und sparen Akku. Das sieht auf den ersten Blick vorteilhaft aus. Für die anderen Verkehrsteilnehmer ist es aber schwieriger, bei blinkenden Lichtern die Geschwindigkeit richtig einzuschätzen. Zudem besteht die Gefahr, dass man bei einem langsam blinkenden Licht übersehen wird. Deshalb dürfen die Hauptlichter in der Schweiz nicht blinken. Zusätzliche blinkende Lichter sind erlaubt, müssen jedoch nach vorne gerichtet weiss, nach hinten gerichtet rot leuchten. Auch Tagfahrlichter dürfen blinken. Dies ist einer der Gründe, warum blinkende Lichter verkauft werden. Der Hauptgrund dürfte aber sein, dass blinkende Lichter in vielen Ländern erlaubt sind und daher in der Schweiz keine Spezialanfertigung ohne Blinkfunktion hergestellt wird. Man sollte Sie aber richtig einstellen. Liebe Grüsse das Team von MADE VISIBLE® by TCS

Kommentar