E-Bike-Test 2021 vom TCS: Welches ist das beste E-Bike?

Alle E-Bikes im E-Bike-Test 2021 beim Beleuchtungstest

Bist du auf der Suche nach einem passenden E-Bike? Der TCS hat für dich zehn aktuelle Trekking-Modelle ausführlich getestet. In Punkto Sicherheit und Qualität haben alle die Erwartungen erfüllt. Das ist erfreulich. Dennoch gibt es Unterschiede. Was das günstigste E-Bike taugt und womit die teureren Modelle auftrumpfen, erfahre es jetzt in unserem Blog.

 

Die Auswahl an E-Bike-Modellen wächst von Jahr zu Jahr. Um dir den Kaufentscheid etwas zu vereinfachen, hat der TCS zehn E-Bikes auf Herz und Nieren geprüft. Dafür haben sieben Testpersonen die E-Bikes auf einem Parkour getestet. Ist der Sitz komfortabel? Unterstützt der E-Bike-Motor gleichmässig? Anschliessend haben die Testpersonen auch die wichtigsten Handgriffe durchgeführt: Lässt sich das Ladekabel einfach einstecken? Wie schnell lässt sich der Akku abmontieren? Hat der Veloständer einen guten Stand? Ein TCS-Experte hat zudem Motoren, Akkus, Bremsen, Lichter usw. genau unter die Lupe genommen. Zuletzt mussten die E-Bikes auf dem Prüfstand zeigen, was ihre Motoren und Akkus tatsächlich leisten.

Welche E-Bikes wurden getestet?

Bei allen zehn getesteten Bikes handelt es sich um elektrische Trekking-Modelle. Dieser E-Bike-Typ ist besonders gut für längere Velotouren auf Natur- und Asphaltstrassen geeignet, ist durch seine Allrounder Qualitäten aber auch als Pendlervelo beliebt. Es handelt sich um Velos mit einer elektrischen Tretunterstützung bis 25 km/h, welche kein Nummernschild benötigen. Sie sind deutlich häufiger auf der Strasse anzutreffen als S-Pedelecs mit einer Unterstützung bis 45 km/h. In der folgenden Tabelle sind alle Modelle aufgeführt, welche im E-Bike-Test 2021 des TCS berücksichtigt wurden:

Marke Modell Antrieb / Motor Verfügbar bei
Cilo Aglotour CTL°06 / CTM°06 Shimano DU-E6100 M-Way
Cube Kathmandu Hybrid Pro 625 Bosch performance CX M-Way, Ochsner Sport
Diamant Zing+ Bosch performance CX Veloplus, Bikeworld
Flyer Upstreet5 7.12 XC Panasonic GX Ultimate Bikeworld, Fachhandel
Trelago Glider Gray 28 Sheng Yi Landi
Wheeler i-Finity hybrid Yamaha Coop Bau & Hobby
Beeq Roadster TB1500 Brose Drive S Diavelo, TCS Shop
Tour de Suisse Traveler Shimano EP 800 Mr. Feelgood, Fachhandel
Cresta eGiro Neo+ Bosch performance CX Fachhandel
Scott Sub Sport eRide 20 Bosch performance CX Ski & Velo Center, Fachhandel

Welches E-Bike ist das Beste?

Testsieger ist das Cresta eGiro Neo+ aus dem Fachhandel. Mit einem Preis von CHF 4’498 ist es das teuerste E-Bike im Test. Es hat besonders im Praxistest durch seinen Fahrkomfort überzeugt. Praktisch gleichauf aber CHF 1’000 günstiger ist das Cube Kathmandu Hybrid von Ochsner Sport und M-Way. Abzug gaben hier unter anderem die Plastikpedale und die fehlende Klingel. Auf Platz drei folgt das Model Zing von Diamant, erhältlich bei Veloplus oder Bikeworld. Es ist das leichteste E-Bike im Test. Die drei Podestplätze gehen damit an E-Bikes mit Motoren der Bosch Performance Line CX. Diese brauchen pro Kilometer verhältnismässig wenig Energie, was eine grössere Reichweite bei gleicher Akku-Kapazität ermöglicht. Die E-Bike-Motoren von Bosch sind aber auch relativ laut. Nur knapp nicht aufs Podest geschafft hat es das Model Upstreet 5 von Flyer. Es hat bei der Qualität besonders überzeugt. Dazu gleich mehr.

Sind alle E-Bikes gleich sicher?

Im Test haben alle Modelle bei Sicherheit und Qualität im Minimum die Note „empfehlenswert“ erhalten. Trotzdem gibt es relevante Unterschiede und bei der Sicherheit sollte man besser nicht sparen. Die meisten schweren Unfälle mit E-Bikes sind Selbstunfälle. Die Hersteller verbauen immer stärkere Motoren. Bei den Bremsen haben aber nicht alle entsprechend nachgerüstet. Einzig die E-Bikes von Tour de Suisse und Flyer konnten hier im Test vollständig überzeugen.

Nebst Selbstunfällen sind E-Bikes auch häufig in Kollisionen verwickelt. Sie werden von den anderen Verkehrsteilnehmenden häufig zu spät gesehen. Es lohnt sich also beim Kauf eines E-Bikes auch auf eine gute Beleuchtung zu achten. Deshalb hat der TCS-Experte das Vorder- und das Rücklicht getestet. Die Lichter der Marken Busch + Müller sowie Hermanns haben dabei am besten abgeschnitten. Weiter hat der Experte die Qualität der Verkabelung untersucht. Im Praxistest wurden schliesslich die Ausleuchtung und die Sichtbarkeit noch einmal bewertet.

Modell

Cilo Cube Diamant Flyer Trelago Wheeler Beeq Tour de Suisse Cresta Scott
Marke Beleuchtung Hermans Cube Hermans Busch und Müller NoName Hermans AXA Trelock + BUMM Lezine + Supernova Lezine
Beurteilung Schwein-werfer 70 50 70 80 50 70 50 60 60 60
Beurteilung Rücklicht 80 60 80 80 60 80 60 100 80 60
Beurteilung Verkabelung 70 70 70 85 80 70 80 90 100 90
Praxistext Beleuchtung 77 54 71 69 47 67 63 77 77 76
Gesamt-beurteilung 76 56 73 75 53 71 61 79 76 70

Am meisten Punkte hat auch beim Beleuchtungstest das Model Traveler von Tour de Suisse geholt. Beim Rücklicht schnitt es sogar mit der Bestnote ab. Das Vorder- und das Rücklicht strahlen auch zur Seite hin genügend Licht ab. Denn der Verkehr findet rund um dich herum statt. 360°-Sichtbarkeit kann dir das Leben retten. Die Bikes von Cresta, Scott, Beeq, Trelago und Cube haben diesbezüglich ebenfalls gut abgeschnitten. Ergänzend dazu raten wir dir, dein E-Bike mit reflektierenden Speichensticks auszurüsten. So bist du auch von der Seite her besser sichtbar. In unserer Online-Galerie findest du zudem vom Rucksack bis zum Helm mit LED-Beleuchtung zahlreiche weitere Produkte, um deine Sichtbarkeit zu verbessern. Viel Spass beim Stöbern.

E-Bike mit reflektierenden Accessoires, um die Sichtbarkeit zu erhöhen

Taugen günstigere Modelle auch etwas?

Mit fast CHF 4’500 übersteigt der Preis des Testsiegers Cresta eGiro Neo+ wohl das eine oder andere Budget. Das billigste Modell im Test, das Glider Gray von Trelago aus der Landi, ist mit CHF 1’649 deutlich günstiger. Auch die Ersatzakkus sind bei diesem Model am günstigsten. Doch was taugt das billige E-Bike? Suchst du ein kräftiges Elektrovelo, das auch ordentlich Gepäck transportieren kann? Dann müssen wir dir vom Kauf des Landi-E-Bikes abraten. Das Glider Gray verfügt über einen deutlich schwächeren Motor als viele der Konkurrenten. Dein Gepäck und du selbst sollten zudem laut Herstellerangaben nicht mehr als 93 Kilogramm wiegen. Das ist schon etwas knapp. Vielleicht fühlst du dich mit diesem E-Bike aber auch sicherer, weil es etwas gemütlicher beschleunigt als die stärkeren Modelle. Das findest du nur bei einer Testfahrt heraus.

Welches E-Bike soll ich nun auswählen?

Falls du dich für ein E-Bike aus dem Trekking Segment entscheiden möchtest, bietet der ausführliche Test vom TCS sicher einen gute Entscheidungsgrundlage. Den kompletten Test findest du unter beim TCS auf der Website. Wir empfehlen dir, vor dem Kauf eine Probefahrt zu unternehmen. In unserem Ratgeberbeitrag findest du Tipps, worauf du dabei achten solltest.

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2 Kommentare


  1. Fahre mit dem E-Bike Cresta „Giros“ schon seit 2 1/4 Jahren. Habe schon über 5000 km gefahren. Die längste Strecke ohne Nachladung war von Biel um den See inkl. Petersinsel und der Rebenstutz b.Twann und von Biel nach Solothurn mit einer Distanz von total 98 km. Gefahren mit ECO Stufe 3. Bin sehr zufrieden mit dem Cresta Fahrrad. Wenn man vorwärts kommen will, müssen auch beim E-Bike die Pedalen betätigt werden, natürlich mit angenehmer Unterstützung des Motors. E-Bike ist sehr empfehlen.

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